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Unterfamilie

Lackierkabinen

Geschlossener Spritzraum mit geführter Luft: Plenum, Filterstufen, Überdruck, Licht und Einbrennen. Die Kabine wird auf Fahrzeug, Takt und Halle gerechnet.

Lackierkabine in einer Halle

Plenum

Die Zuluft tritt über die Decke ein, nicht als Zug von der Tür. Der Raum bleibt gleichmäßig.

Deckenfilter

Die letzte Stufe vor dem Lack. Staub, der hier durchkäme, liegt auf der Fläche.

Bodenrost

Die Luft fällt nach unten und nimmt den Sprühnebel mit. Der Overspray bleibt nicht in der Atemzone.

Überdruck

Die Kabine steht leicht über dem Hallendruck. Staub von außen drückt nicht durch die Fugen.

Spritzen / Einbrennen

Zwei Betriebsarten. Dieselbe Luft, andere Temperatur und anderer Takt.

Fortluft

Was die Kabine verlässt, geht gefiltert nach draußen. Nicht zurück in die Schleifzone.

Fahrzeug im geschlossenen Spritzraum

Luftführung

Von der Decke zum Rost. Nicht quer durch den Raum.

Im Spritzbetrieb fällt die Luft aus dem Deckenplenum, streicht am Fahrzeug vorbei und geht durch den Bodenrost in die Fortluft. Querströmung wirbelt Staub von der Wand auf die frische Fläche. Deshalb ist die Richtung der Luft Teil der Kabine, nicht ein Ventilator irgendwo an der Decke.

Die Kabine hält einen leichten Überdruck gegen die Halle. Fugen und das Tor ziehen dann keine Schleifstäube. Wie hoch dieser Druck liegt, steht im Blatt der ausgeführten Anlage. Hier wird er nicht geschätzt.

Vier Filterstufen

Jede Stufe hat eine andere Aufgabe.

01 Vorfilter

An der Ansaugung. Grober Staub aus der Halle oder von außen, bevor die Luft das Gerät erreicht.

02 Feinfilter

In der Zuluftgruppe. Hält die Partikel zurück, die der Vorfilter lässt.

03 Deckenfilter

Großflächig unter dem Plenum. Die Luft, die auf das Fahrzeug fällt, ist diese Stufe.

04 Lacknebelabscheider

Im Boden oder in der Fortluft. Fängt den Overspray, bevor er Kanal und Ventilator zusetzt.

Deckenfilter und Licht der Kabine

Betriebsarten

Dieselbe Kabine, vier Zustände der Luft.

Spritzphase

Volle Luftmenge, moderate Temperatur. Der Nebel wird nach unten geführt, die Fläche bleibt frei von Staubwirbeln.

Ablüften

Lösemittel verlassen den Film, bevor die Temperatur steigt. Ohne diese Pause zieht der Lack.

Einbrennen

Dieselbe Kabine, höhere Temperatur, geregelte Zeit. Das Fahrzeug bleibt stehen. Der Takt der Halle hängt an dieser Phase.

Abkühlen

Zurück zur Spritztemperatur, bevor das Tor aufgeht. Sonst trifft Hallenluft auf eine heiße Fläche.

Zuluftgerät und Kanäle der Kabine

Wärme und Luftgruppe

Das Gerät neben der Kabine ist der Prozess.

Ventilator, Wärmeerzeuger, Klappen und Kanäle sitzen außerhalb des Spritzraums. Sie bringen die Luftmenge der Spritzphase und die Temperatur der Einbrennphase. Gas, Öl oder eine andere Wärmequelle wird mit dem Anschluss der Halle gewählt, nicht auf der Seite behauptet.

Im Einbrennen kann ein Teil der Luft umgewälzt werden, damit nicht die ganze Wärmemenge nach draußen geht. Der Frischluftanteil bleibt so hoch, dass Lösemittel abgeführt werden. Das Verhältnis ist eine Auslegung, kein fester Satz für jede Halle.

  • Zuluftventilator auf die Kabinenfläche
  • Fortluftventilator hinter dem Lacknebelabscheider
  • Wärmeerzeuger mit eigener Abgasführung
  • Kanäle gedämmt, damit die Temperatur im Raum ankommt

Steuerung

Die Kabine wird gefahren, nicht nur eingeschaltet.

Differenzdruck

Manometer an Deckenfilter und Abscheider. Steigt der Druck, ist das Vlies belegt. Der Wechsel ist ein Betriebszustand, kein Zufall.

Klappen

Zuluft, Umluft und Fortluft werden je nach Phase gestellt. Spritzen und Einbrennen sind nicht dieselbe Klappenlage.

Temperatur

Fühler im Raum und in der Zuluft. Die Regelung hält die Phase, sie schätzt sie nicht.

Verriegelung

Brenner, Ventilator und Tor greifen ineinander. Eine offene Tür ist kein Einbrennbetrieb.

Zeit

Ablüften und Einbrennen laufen über die Steuerung, nicht über die Uhr des Lackierers allein.

Störung

Filterdruck, Flamme, Luftstrom. Die Kabine meldet, warum sie steht, bevor der Lack auf der Fläche sitzt.

Pistole, Druck, Regler

Der Lack kommt mit geregeltem Druck an die Fläche. Nicht mit dem, was die Leitung gerade hergibt.

Die Kabine endet nicht an der Wand. Die Pistole ist das letzte Glied: Zerstäuberluft, Hornluft und, bei der Druckpistole, der Materialdruck. Jeder dieser Drücke hat einen eigenen Regler. Schwankt die Ringleitung, bleibt an der Pistole der eingestellte Wert.

Druckpistole

Das Material steht unter Druck, aus dem Behälter oder aus einer Pumpe. Der Regler am Becher oder an der Wand setzt den Arbeitsdruck. Fließbecher allein reicht nicht, wenn der Gang lang oder der Lack zäh ist.

Zerstäuberluft

Eigener Regler. Er bestimmt, wie fein der Strahl zerfällt. Zu hoch: trockener Spritzstaub. Zu niedrig: Läufer. Der Wert gehört zum Lack, nicht zu einem festen Hausdruck.

Hornluft

Zweiter Luftregler, für die Breite des Strahls. Fläche und Kante werden nicht mit demselben Horn gefahren.

Leitungsregler

Vor der Kabine sitzt ein Regler mit Manometer und Wasserabscheider. Er entkoppelt die Pistole von Kompressor und anderen Verbrauchern.

Materialdruck

Bei der Druckförderung eigener Regler und Manometer. Der Lackierer liest den Druck, er rät ihn nicht am Abzug.

Stabil halten

Die Regler sind einstellbar und arretierbar. Ein Wechsel der Charge oder der Düse ist eine neue Einstellung, kein offenes Ventil.

Technischer Bereich

Neben der Kabine wird gearbeitet, nicht im Spritznebel.

Filterwechsel, Klappen, Brenner, Schaltschrank und die Druckluftaufbereitung liegen in einem begehbaren Technikraum. Der Lackierer muss das Vlies tauschen können, ohne durch den nassen Raum zu gehen. Der Brenner hat seine eigene Abgasführung, getrennt von der Fortluft des Lacks.

  • Zugang zu Ventilator, Wärme und Klappen
  • Manometer der Filter auf Augenhöhe
  • Druckluftaufbereitung: Abscheider, Regler, Manometer
  • Schaltschrank außerhalb des Ex-Bereichs des Spritzraums

Didaktischer Bereich

Lernen, ohne im Overspray zu stehen.

Neben dem Spritzraum liegt eine Zone zum Zeigen: Abstand, Gang, Überlappung, Druck an der Pistole. Auszubildende sehen den Strahl und die Fläche durch die Scheibe, mit demselben Licht wie der Lackierer. Die Einstellung der Regler kann an einer zweiten Stelle erklärt werden, bevor jemand die Tür der laufenden Kabine öffnet.

  • Sicht auf Pistole, Fläche und Gang
  • Erklärung von Zerstäuberluft, Hornluft und Materialdruck
  • Getrennt vom Spritzraum: kein Nebel im Unterricht
  • Dieselben Phasen auf der Anzeige wie in der Kabine
Blick durch die Scheibe in den Spritzraum

Kammern mit Sicht

Der Innenraum ist von außen lesbar.

Türverglasung und feste Sichtfenster sind Teil der Kabine, nicht ein nachträgliches Loch. Von der Halle, vom Technikraum und vom didaktischen Platz aus sieht man Fahrzeug, Licht und ob der Strahl liegt. Die Scheibe hält den Überdruck und den Nebel. Öffnen, nur um nachzusehen, reißt Staub in den nassen Lack.

  • Vollverglaste Tür auf der Einfahrt
  • Seitenscheiben auf Arbeitshöhe, dort wo der Gang entschieden wird
  • Sicht aus dem Unterrichtsraum auf dieselbe Fläche
  • Licht so gesetzt, dass die Fläche durch das Glas beurteilt werden kann
  • Dichtung am Rahmen, sonst ist der Überdruck nur eine Zahl

Feuchte

Temperatur ohne Feuchte ist nur die halbe Phase.

Fühler im Raum

Die relative Feuchte wird in der Kabine gemessen, nicht im Technikraum daneben. Der Lack sitzt hier.

Be- und Entfeuchten

Die Zuluft kann angefeuchtet oder getrocknet werden, je nachdem was die Halle und das Lacksystem verlangen. Die Richtung wird im Projekt gewählt.

Sollwert je Phase

Spritzen und Einbrennen dürfen verschiedene Feuchten fahren. Die Steuerung hält den Bereich, sie zeigt ihn nicht nur an.

Warum es zählt

Zu trocken: der Strahl trocknet in der Luft. Zu feucht: der Film läuft und wird matt. Beides sieht man erst auf der Fläche.

Gekoppelt an die Luftgruppe

Der Feuchteregler sitzt in der Zuluft, vor dem Deckenfilter. Er kämpft nicht gegen die schon verteilte Luft.

Keine feste Prozentzahl hier

Der Bereich folgt Ihrem Lack. Eine Zahl ohne Lacksystem wäre erfunden.

Berichte

Jeder Durchgang hinterlässt einen Bericht, nicht nur eine Erinnerung.

Die Steuerung schreibt mit, was die Kabine getan hat. Wer nach drei Tagen fragt, warum eine Fläche matt ist, liest Phase, Temperatur, Feuchte und Filterdruck. Nicht die Aussage, es sei normal gelaufen.

Durchgang

Fahrzeug oder Auftrag, Anfang und Ende, welche Phase wie lange lief.

Temperatur

Verlauf von Spritzen, Ablüften und Einbrennen. Nicht nur der Sollwert, auch was der Fühler sah.

Feuchte

Relativfeuchte in der Spritzphase und ob der Regler im Bereich blieb.

Drücke an der Pistole

Zerstäuberluft, Hornluft und Materialdruck der verwendeten Einstellung. Der Lackierer setzt sie, der Bericht hält sie.

Filter

Differenzdruck von Decke und Abscheider zum Zeitpunkt des Gangs. Ein belegtes Vlies erklärt Einschlüsse.

Störungen

Tür, Flamme, Luftstrom, Feuchte außerhalb des Bereichs. Mit Uhrzeit, nicht als Sammelalarm am nächsten Morgen.

Ausgabe

Am Schrank lesbar und als Datei für die Werkstatt. Ein Bericht, den die Qualität ablegen kann.

Didaktik

Derselbe Bericht im Unterricht: was der Gang war, nicht nur wie er aussah.

Was an Ihrer Halle gerechnet wird

Keine freie Zahl. Jede Zeile ist eine Frage an den Betrieb.

GrößeWozuWoher
Druck an der PistoleZerstäuberluft, Hornluft, MaterialdruckLack und Düse, geregelt
FeuchteSpritz- und EinbrennphaseIhr Lacksystem
Lichte Länge und HöhePkw oder Transporter, Tür und Arbeitsraum um das FahrzeugIhre Fahrzeugliste
Luftmenge SpritzenNebel nach unten, ohne die Fläche zu störenAuslegung, dann Datenblatt
Temperatur EinbrennenLacksystem und TaktIhr Lack, nicht ein Mittelwert
WärmequelleGas, Öl oder BestandAnschluss in der Halle
DruckluftPistole und AufbereitungEigene Linie, an die Kabine angebunden
FortluftwegDach, Wand, BestandskanalGrundriss
Elektrische LeistungVentilatoren, Licht, SteuerungZählung der Verbraucher

Im Spritzraum

  • Dichte Wände, Boden und ein Tor, das den Überdruck hält
  • Deckenplenum mit wechselbarem Filterfeld
  • Licht von oben und von der Seite, ohne Schlagschatten auf der Fläche
  • Bodenrost oder Grube für die abwärts geführte Luft
  • Innenflächen, die sich vom Overspray reinigen lassen
  • Sicht auf das Fahrzeug, ohne die Tür öffnen zu müssen

Außerhalb, aber dazugehörig

  • Luftgruppe mit Ventilatoren, Wärme und Klappen
  • Fortluftkanal und die Führung des Brennerabgases
  • Steuerschrank mit Phasen, Zeiten und Störungen
  • Druckluftanschluss der Pistole, aufbereitet
  • Platz vor dem Tor: das Fahrzeug muss hinein, nicht nur hineinpassen
  • Die Schleifzone bleibt davor. Sie ist nicht der Spritzraum

Boden, Licht, Tor

Drei Bauteile entscheiden, ob die Luftführung wirklich ankommt.

Bodenrost

Die Luft muss unten weg. Ein geschlossener Boden staut den Nebel in Kniehöhe. Rost oder Grube sind der Ausgang des Plenums, nicht ein Gitter zur Optik.

Grube

Unter dem Rost sammelt sich der Strom, bevor er zum Abscheider geht. Die Grube ist begehbar für die Reinigung, sonst setzt der Overspray den Querschnitt zu.

Licht von zwei Seiten

Decke allein macht einen Schatten unter der Sicke. Seitliches Licht zeigt Läufer und Staubeinschlüsse, auch durch die Scheibe.

Farbwiedergabe

Das Licht muss die Fläche lesbar machen, nicht nur hell. Der Farbton wird in diesem Licht beurteilt, nicht auf dem Hof.

Tor und Dichtung

Das Tor trägt Verglasung und eine Dichtung, die den Überdruck hält. Ein Spalt an der Schwelle zieht Hallenstaub genau auf die untere Fläche.

Verriegelung zum Einbrennen

Steigt die Temperatur, bleibt das Tor zu. Die Steuerung behandelt eine offene Tür als anderen Zustand, nicht als kleinen Luftverlust.

Vorbereitung und Kabine

Zwei Räume. Ein Fahrzeugfluss.

Davor: schleifen

Spachteln und Schleifen bleiben außerhalb. Der Staub dieser Zone darf den Weg in die Kabine nicht teilen. Absaugung am Schleifplatz ist ein anderer Strang als die Fortluft des Lacks. Wer beides in einen Kanal legt, bringt Staub zurück an die nasse Fläche.

Drinnen: nur der Film

In der Kabine wird grundiert, lackiert, abgelüftet und eingebrannt, je nachdem was das Projekt in denselben Raum legt. Die Einfahrt ist breit genug für das Fahrzeug, das die Halle wirklich sieht, plus den Gang des Lackierers an beiden Seiten.

  1. 1

    Fahrzeug annehmen und abkleben, noch außerhalb.

  2. 2

    Schleifen mit eigener Stauberfassung.

  3. 3

    Einwaschen, dann erst das Tor der Kabine.

  4. 4

    Spritzen, ablüften, einbrennen, abkühlen, ausfahren.

Im Betrieb

Was jeden Tag entschieden wird.

Filterdruck vor dem ersten Gang

Liegt der Differenzdruck über dem gesetzten Bereich, wird das Vlies gewechselt, bevor lackiert wird. Nicht danach.

Regler an der Pistole

Zerstäuberluft, Hornluft, Materialdruck werden auf den Lack des Tages gestellt und im Bericht festgehalten.

Feuchte prüfen

Vor dem Spritzen, nicht erst wenn der Film matt wird. Der Regler der Zuluft hält den Bereich der Phase.

Tor zu, dann Phase

Spritzen und Einbrennen starten bei geschlossenem Raum. Die Scheibe ersetzt das Öffnen.

Reinigen des Rosts

Overspray im Rost ist verlorener Querschnitt. Die Grube wird im Takt der Halle geleert, nicht wenn der Ventilator schon würgt.

Bericht ablegen

Temperatur, Feuchte, Drücke, Filter, Störungen. Die Fläche und die Datei gehören zusammen.

Technik, kurz gefragt

Was steht im Bericht?

Phase, Zeiten, Temperatur, Feuchte, Filterdruck, die gesetzten Pistolendrücke und die Störungen. Als Anzeige und als Datei.

Warum Überdruck?

Damit Hallenstaub nicht durch Fugen und Tor in den nassen Lack zieht. Die Kabine atmet nach außen, nicht die Halle hinein.

Warum mehrere Filter?

Grober Staub, feiner Staub und Lacknebel sind drei verschiedene Lasten. Ein einziges Vlies verstopft oder lässt durch.

Ist Einbrennen ein zweites Gerät?

Nein. Es ist eine Phase derselben Kabine: andere Klappen, andere Temperatur, gleiche Hülle.

Was ist ein Plenum?

Der Druckraum über den Deckenfiltern. Er verteilt die Zuluft auf die ganze Fläche, statt sie aus einem Rohr zu blasen.

Wo stehen die Zahlen?

Luftmenge, Temperatur und Anschlussleistung kommen aus der Auslegung und dem Datenblatt. Auf dieser Seite steht die Technik, nicht eine erfundene Kennzahl.

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